Über die Entwicklungen 
von Maria Pruckner
und ihre Hintergründe

Auf Wunsch vieler jüngerer Leser sehr ausführlich.
Ein Hinweis an Master-Studenten:
Maria Pruckner kann aus zeitlichen Gründen
leider nicht für Masterarbeiten zur Verfügung stehen.
Sie bittet, sich stattdessen auf ihre Publikationen zu stützen. 

Die besten Berater der Welt
für komplexe Probleme und Systeme 
sind die Systeme selbst. 

Sie machen nicht nur Probleme. Sie liefern auch die Lösungen. 

Man muss nur ihre Signale erkennen, richtig verstehen 
und professionell auf sie reagieren...


Auf dieser Einsicht basiert die gesamte Entwicklung von Maria Pruckner.
Sie mag das Wort Entwicklung.
Aus kybernetischen Gründen legt sie überhaupt großen Wert
auf eine möglichst einfache und eindeutige Sprache.
Entwickeln kann man nur, was vernetzt, verwickelt, verkorkst, 
verknüpft, verfilzt oder dergleichen ist. 
Oder eben komplex, das heißt, ein Zusammenspiel vieler Faktoren, 
das mehr verschiedene Zustände und Ereignisse hervorbringen kann, 
als es die menschliche Vorstellungskraft und der beste Rechner zu erfassen imstande sind. 

Komplexe Systeme

Das Lieblingsbild von Maria Pruckner für komplexe Systeme 
sind miteinander verbundene Flüsse und Seen. 
Sie können im Fluß und in Balance sein. 
Es können aber auch Engpässe und Blockaden entstehen, 
die das System aus der Balance und aus seinen Fugen bringen. 

Von-Selbst-Organisation

Der Stachel, der Maria Pruckner seit jeher antreibt,
ist das kybernetische Phänomen der Selbstorganisation,
wie es ihr Lehrer Heinz von Foerster erforscht und gelehrt hat.
Hier geht es um eine Emergenz, aus der Sinnvolles und Innovatitives
durch das Zusammenwirken aller Elemente eines Systems wie von selbst entstehen kann.
Durch diese Selbstorganisation werden u.a. Babys gezeugt, kommen die Menschen zur Welt.
Durch diese Art Selbstorganisation kann man Umgebungen gestalten,
in denen es sich mit geringstem Aufwand gut leben und arbeiten lässt.

Eine Frage der Wärme

Als Lieblingsbild für das Phänomen der Selbstorganisation 
wählt Maria Pruckner ein Ei, in dem ein Küken ausgebrütet wird. 
Ein solches Ei braucht nur Wärme, dann entsteht das Küken quasi wie von selbst,
und zwar durch kybernetische Phänomene.

Soziale "Wärme" ist für Maria Pruckner keine moralische Frage, 
sondern eine von Intelligenz und Pragmatismus. 
Frierende oder überhitzte Muskeln können nicht viel leisten, 
Menschen in sozialer Kälte oder überhitzten Stimmungen ebenfalls nicht.

Thermodynamik

Menschen, Lebewesen und Maschinen, die Leistung bringen sollen, 
brauchen konkret und sinnbildlich die passende Temperatur. 
Daher ist lieb sein allein in vielen Fällen keine große Hilfe. 
Manchmal braucht es eine Abkühlung. Manchmal muss etwas befeuert werden. 
Aber was, wie und warum eigentlich? 
Als sich Maria Pruckner in jungen Jahren diese Fragen gestellt hat, ahnte sie nicht, 
wie viel sie mit der Thermodynamik zu tun haben 
(deren ursprüngliche Frage war, wie man Wärme in mechanische Arbeit umwandeln kann). 
Aber sie hat grundsätzlich bei den Besten nach Antworten gesucht.

System Sciences

So kam es zu den Entwicklungen von Maria Pruckner: 
Sie stammen aus jahrzehntelangem Studium der Systemwissenschaften,
insbesondere der vielfach missverstandenen Kybernetik und anderer Systemtheorien, 
die heute zu den System Sciences oder Systemwissenschaften verschmolzen sind, 
dem Studium damit verbundener Gebiete, 
die sich mit Information, Kommunikation, Lernen, Philosophie,
Neurobiologie, AI, Robotik, Ökonomie, Soziologie, usw., auseinandersetzen.
Auf diesem Weg kam es zum konsequenten Anwenden dieser Erkenntnisse 
auf Fragen des Problemlösens, Managements und der Führung,
und zur engen Zusammenarbeit mit international führenden Wissenschaftlern.


ab 1948
Systemtheorie, Kybernetik & Co

 Die ersten entscheidenden Erkenntnisse über die besondere Natur von komplexen Systemen wurden 1948 von Norbert Wiener mit seinem Buch Cybernetics (Kybernetik) und
1949 von Ludwig von Bertalanffy mit seiner Allgemeinen Systemtheorie publiziert.
Bald darauf folgte die Lehre der System Dynamics von Jay W. Forrester und
die Chaostheorie mehrerer Autoren. 
Heute fasst man diese Lehren unter dem Begriff
System Sciences / Systemwissenschaften zusammen. 
   
Eine besondere Rolle spielt bei Maria Pruckner die Allgemeine Kybernetik, 
weil sie sich auf Systeme konzentriert, die Zwecke und Ziele verfolgen 
und weil sie das Gemeinsame am Funktionieren 
aller Arten von lebenden und technischen Systemen hervorhebt. 
Das Zusammenspiel von Mensch und Maschine 
hatte Maria Pruckner in der Medizin früh kennengelernt, 
durch Maschinen, die Menschen am Leben erhalten und 
Menschen, die solche Maschinen erfinden und am Laufen halten. 
Heute ist das - Schlagwort Digitalisierung - das zentrale Thema der Wirtschaft. 

ab 1959
Systemorientiertes Management

 Dass die Kybernetik,
als Systemwissenschaft für komplex-dynamische Systeme, die Zwecke und Ziele verfolgen,
die sicherste Basis für eine allgemein verlässliche Managementlehre sein könnte,
erkannte als erster der Brite Stafford Beer.
Seine erstes Buch dazu erschien 1959:  Cybernetics and Management.
Stafford Beer ist der Begründer der Management-Kybernetik.
Seine Konzentration lag auf der Frage,
was ein Unternehmen lebensfähig macht und
welche Parameter die effektive Organisation, Steuerung und Regulierung
von Unternehmen erfordert.
Von ihm stammt das Viable System Model (Modell lebensfähiger Systeme) und
die erste Organisationsmethode für die effektive Kommunikation in Großgruppen:
die Syntegration.
   
1972 publizieren die Professoren Hans Ulrich und Walter Krieg
von der damaligen Hochschule St. Gallen,
aufbauend auf den Arbeiten von Stafford Beer,
das St. Galler Management-Modell und
entwickeln die St. Galler Systemorientierte Managementlehre.
Sie zeigten v.a. das Wirkgefüge und die Parameter eines Unternehmens auf,
die nach Gestaltung und Führung verlangen.
   
Etwa zur selben Zeit begann Wolfgang Mewes, ein deutscher Betriebswirt,
mit der Entwicklung des bislang wohl schlagkräftigsten und einfachsten Konzepts
zur Strategieentwicklung, das auf solide angewandter Kybernetik basiert:
die Engpasskonzentrierte Strategie.
   
All diese Entwicklungen stehen für einen Paradigmenwechsel im Management. 
Es wurde der deutliche Unterschied zwischen den Fragen 
der Verwaltung/Betriebswirtschaftslehre und 
dem Führen eines Unternehmens sowie in einem Unternehmen aufgezeigt. 
Basis dieses Managementdenkens waren nicht mehr 
die eine oder andere Wirtschaftstheorie, der gesunde Hausverstand, 
die Intuition oder die Erfahrung besonders erfolgreicher Menschen, 
sondern die System Sciences. 
Denn diese zeigen auf,  weshalb Management überhaupt erforderlich ist und 
weshalb es dafür valide wissenschaftliche Grundlagen und Lehren braucht: 
Alles, worauf es in einem Unternehmen ankommt, 
weist die Charakteristik komplexer Systeme auf: 
Menschen, soziale Gruppen, organisatorische Einheiten, die IT, Lieferanten, Märkte, usw. 
Ihre wichtigsten Grundmerkmale: 
Sie funktionieren eigendynamisch und sie generieren mehr Information, 
als das menschliche Gehirn erfassen kann. 
Das macht effektives Management einerseits alles andere als einfach,
andererseits verbietet es eine Beliebigkeit, 
die nur auf Vorlieben, persönlichen Meinungen und Interessen basiert.
   
Peter Turrini trifft die heutigen Anforderungen in einem Satz auf den Punkt: 
"Wir sind die informierteste und gleichzeitig ahnungsloseste Gesellschaft, die je existiert hat." Die hier vorgestellten systemwissenschaftlich basierten Management-Konzepte 
sind unter anderem Relevanzfilter, 
welche die Aufmerksamkeit auf die entscheidenden Parameter steuern und 
so dafür sorgen, dass nach den relevanten Informationen gesucht wird, 
anstatt sich von einer Signal-, Daten- und Nachrichtenflut 
in den Orientierungsverlust und ungünstige Entscheidungen treiben zu lassen. 

ab 1976 
Management für den  Kopf

 Als Maria Pruckner 1976 ihre Ausbildung
in Allgemeiner Gesundheits- und Krankenpflege begann,
war ihr Interesse an den Fragen der Unternehmensführung
zwar durch ihren Vater schon angeregt, stand aber keinesfalls im Vordergrund.
Doch in ihren ersten Tagen an einer Klinik
stieß sie in einem Buch über die Berufskunde der Krankenpflege
erstmals auf einen kybernetischen Regelkreis.
Für sie war das damals die erste Theorie, der sie auf Anhieb Glauben schenken konnte
und die sie fraglos nützlich fand.
Denn ihr Interesse galt grundsätzlich verlässlichen Theorien,
welche die Praxis so beschreiben wie sie ist.
Damals war ihr noch unerfindlich, weshalb es überhaupt andere Theorien geben sollte.

In der Konfrontation mit diesem ersten kybernetischen Regelkreis enstand ihre Neugierde
für eine Theorie der Praxis, des Funktionierens an sich.
Mit der Kybernetik hatte sie diese gefunden und damit das,
was sie als Anfängerin in ihrer neuen hoch dynamischen und komplexen Umgebung
am Dringendsten brauchte: Management für den Kopf.

Dank der "großartigen Hilfe großartiger Mentoren",
die ihr die nötigen, aber schwer auffindbaren Bücher besorgen halfen,
konnte sie sich ab dieser Zeit die Kybernetik für sich erobern. Schritt für Schritt:
Ein Prinzip ausprobieren, beobachten wie es funktioniert und dann studieren,
weshalb es funktionierte, wie es funktionierte.
   
 Durch dramatische Zwischenfälle in Kliniken wurde Maria Pruckner früh bewusst,
was mit der enormen Stör- und Fehleranfälligkeit komplexer Systeme
in den Büchern gemeint war.
Ebenso, dass die Frage nach der Ursache und Schuld
nicht ohne Weiteres fair zu beantworten war.
Menschen in Gesundheitsberufen müssen für ihre Fehler persönlich haften.
Es sind eigenverantwortliche Berufe, mit denen man,
wie es heißt, "immer mit einem Fuß im Gefängnis steht". 

Aber wen macht man dafür verantwortlich,
wenn "das System" für Störfälle verantwortlich ist? Wer sollte verurteilt werden?
War das überhaupt die richtige Frage? Sollte sie nicht lauten:
Was macht man dafür verantwortlich, wenn Störfälle auftreten? Und: Wie vermeidet man sie?
   
 Die ersten Versuche von Maria Pruckner,
die Prinzipien der Kybernetik bei ihrer Arbeit mit Patienten anzuwenden,
zeigten mehr als überzeugende Erfolge.
Für sie wurde ihr bald klar, dass nicht nur Führungskräfte
den effektiven Umgang mit hoher Komplexität und Dynamik beherrschen sollten,
sondern alle Mitarbeiter, alle Erwachsenen.
General Management für Führungskräfte reichte ihr nicht.
Sie wollte ein Management for everyone and everything

ab 1992 
Komplexe Systeme, Kliniken und Fehlerpolitik

 Anfang der 1990er-Jahre hatte Maria Pruckner die System Sciences
im Selbststudium und mithilfe großartiger Mentoren so weit durchdrungen, 
dass sie keinen Zweifel mehr daran hatte: 
Die Aussagen aus den System Sciences, insbesondere aus der Kybernetik, 
die sich in ihrem Berufs- und Privatleben bislang bewährt hatten, 
entsprachen dem Schema der Spitzenmedizin in Fragen 
der Diagnostik, Prognostik sowie dem Entwickeln, Umsetzen, 
Evaluieren und Adaptieren einer Behandlung. 
Was also, so ihr Schluss, die Medizin für den Organismus ist, 
können die System Sciences für Organisationen und andere Systeme sein. 
   
So wie die Medizin ihre Modelle vom Aufbau und der Funktionsweise des Organismus hat, begann Maria Pruckner ab 1992 
Modelle der universell gültigen Konfiguration und Funktionsweise des Problemlösens, Managens und Führens informationsabhängiger Systeme zu entwickeln, 
also von Menschen, Maschinen, IT-Systemen, Mensch-Maschine-Systemen und 
von produktiven Systemen wie Unternehmen, Institutionen an sich. 
   
1992 wechselte Maria Pruckner ihren Beruf, 
um sich voll auf ihre Interessen konzentrieren zu können.
Nachdem 1989, im Geburtsjahr ihrer Tochter, in Österreich
eine Reihe von Morden an Patienten durch Pflegekräfte aufgedeckt worden waren,  
wurde sie für ein marktführendes Unternehmen 
zur Entwicklerin von Krankenhausorganisationssystemen. 
Einseits entwickelte sie ein Konzept für eine Patientenzentrierte Krankenhausorganisation, andererseits integrierte Informations-, Kommunikations-, Organisations- und Dokumentationssysteme, die auf eine wirksame Fehlerprävention ausgerichtet waren. 

Patientenmorde begannen sich zu häufen, 
als typisches Anzeichen unbeherrschter Komplexität. 
Das verlangte von ihr eine kompromisslose Offensive 
für eine kluge Fehlerpolitik im Gesundheitswesen in aller Öffentlichkeit. 
Eine Gratwanderung: Einerseits waren über die Medien verängstige Patienten zu beruhigen, 
die sich trotz schwerer Erkrankung weigerten, eine Klinik aufzusuchen, 
andererseits waren Systemverantwortliche zu massiven Veränderungen zu bewegen und äußerst neurotisch motivierte Widerstände und Angriffe 
gegen einen klugen Umgang mit Mängeln und Fehlern zu überwinden.  
Maria Pruckner war daher trotz aller Fortschritte und Erfolge sicher: 
Sie hatte die Kybernetik noch nicht gut genug verstanden. 

ab 1995

Systemintelligenz, Selbstorganisation 
und Heinz von Foerster

 In denselben Strukturen müssten
laut damals und auch heute noch gängigen Managementlehren
dieselben Verhaltenmuster auftreten.
Die Beobachtungen von Maria Pruckner waren andere:
Im selben Betrieb gab es Teams, die mit viel Freude an ihrer Arbeit täglich Höchtsleistungen und immer wieder auch Innovatives hervorbrachten,
und gleichzeitig auch solche, in denen vieles daneben ging und die Stimmung schlecht war. An den Strukturen und der Unternehmensführung konnte das also nicht liegen.
   
 Für eine intelligente Fehlerpolitik und -prävention mussten Pruckners Lösungen
zwangsläufig auf den Erkenntnissen von Heinz von Foerster aufbauen.
Erst er hatte mit seiner Kybernetik Erster und Zweiter Ordnung 
das Beobachterproblem aufgezeigt und in das kybernetische Denken integriert. 
Das Beobachterproblem sah Pruckner damals sowohl für das Entstehen von Fehlern 
als auch für das Entstehen von intelligenten Systemen verantwortlich. 
Sie vermutete damals, auch für das Phänomen der Selbstorganisation. 
   
Die Primärliteratur der System Sciences liefert wahrlich harte Nüsse, und sie ist für Leser, denen die höhere Mathematik nicht vertraut ist, 
vielfach undurchdringbar und eine Quelle fataler Missverständnisse. 
Die Folgeliteratur strotzte daherbereits von Widersprüchen. 
Nun brauchte Maria Pruckner den kundigsten aller Lehrer. 

Zu ihrem großen Glück stellte sich genau zu dieser Zeit heraus, 
dass ihr Stammwirt der Bruder von Heinz von Foerster war: 
Uzzi Förster, ein Wiener Jazzmusiker und Avantgardist, 
der mit dem Club Einhorn "ihr" Jazzcafe betrieben hatte. 
Uzzi war damals nicht mehr am Leben, aber seine Frau Gerda
brachte Maria Pruckner umgehend mit Heinz von Foerster zusammen. 
Sie wurde bis zu seinem Tod seine enge Schülern, beide wurden enge Freunde und 
Maria Pruckner wurden Einblicke in die Kybernetik eröffnet, 
die nirgendwo nachzulesen waren. 

bis 2000 
SOLL und IST 
Diagnose und Prognose, 
SolutionDesign und Adaption

 Wo echte Intelligenz herrscht, erkennt man rasch den Unterschied 
zwischen Ist- und sinnvollen Sollzuständen und man findet rasch heraus,
wie man einen Sollzustand herstellen kann. 
Unter der wissenschaftlichen Begleitung von Heinz von Foerster evaluiert und adaptiert Maria Pruckner ihre bislang entwickelten Modelle, 
die diese Unterscheidungen und Lösungen ohne Umwege erlauben. 

Dabei geht es in vielfacher Hinsicht um doppelt geschlossene Regelkreise, 
ebenfalls eine Spezialität von Heinz von Foerster, 
die Pruckner bis dahin nur intuitiv verstanden und umgesetzt hatte. 
Mit seiner Hilfe wurde ihr klar, 
weshalb es bei hartnäckigen und unlösbaren Problemen, aber auch bei genialen Systemen 
darum gehen muss, diese doppelten Schließungen zu finden. 
   
 Die entscheidenden Modelle von Maria Pruckner sind doppelt geschlossene Regelkreise, 
um auch die hartnäckigsten Probleme erfassen und die unlösbaren erkennen zu können. 
Das macht ihre Entwicklungen bislang einzigartig. 
Sie setzen zudem an den Vorgängen in Neuronen und Nervensystemen an 
und damit auch beim Problem des Wissens und des Stress, 
den Auslöser von Mängeln und Fehlern erster Klasse. 
   
 Während sich die Modelle ihrer Vorgänger auf der Ebene der Mikroökonomie bewegen, liegen ihre Modelle quasi auf der "Nanoebene" der Informationsverarbeitung 
in lebenden, sozialen und technischen Systemen. 
Das klingt kompliziert, ist aber ganz einfach. 
Denn anwenderfreundlich dargestellt, zeigen sie genau das, was jeder kennt und versteht. 
   
 Die Modelle von Maria Pruckner zeigen gleichzeitig den Sollzustand, 
die wahrscheinlichste Entwicklung aufgrund des Istzustands 
und die systemgerechte Lösung eines Problems. 
Und zwar in konkreten Parametern, die es auch bemühten Laien erlauben, 
zu erkennen, was nötig ist. 
Mit dieser Aussagekraft heben sich die Modelle von Maria Pruckner 
von den Modellen ihrer Vorgänger ab. 
Ihren Anspruch, die Black Box dürfe im Management nicht großer sein 
als jene in der Medizin, hat sie damit eingelöst. 

ab 2001
Die Patientenrechte und St. Gallen 

 Alles, was Unternehmen voranbringt, basiert auf Kooperation. 
Für die Sicherheit der Patienten und Fachkräfte in Kliniken bedeutete das, 
den Patienten als Prosumenten, 
also als Mitarbeiter an der Lösung seines eigenen Problems zu betrachten. 
Diese Anforderung gilt heute auch in der Wirtschaft und Politik. 
   
 Mit einer breiten Aufklärungskampagne 
über die Bedeutung und Umsetzung der Patientenrechte in Österreich 
im Auftrag der NÖ Patienten- und Pflegeanwaltschaft und 
der Entwicklung eines ethisch und fachlich belastbaren Konzepts für Patientenverfügungen um die Jahrtausendwende, die auf der Anwendung ihrer kybernetischen Modelle basierten, beendete Maria Pruckner ihre 25 Jahre Pionierarbeit im Dienste des Gesundheitswesens 
und einer Patientenzentrierten Krankenhausorganisation. 
   
 Heinz von Foerster regte zu dieser Zeit 
die Zusammenarbeit von Maria Pruckner mit Fredmund Malik an. 
Sie übernahm in Maliks Auftrag die Rolle eines Sparringpartners
 sowie die öffentliche Aufklärung 
über die Bedeutung von Komplexität im Management und der Kybernetik. 
Damals produzierte sie zahlreiche Publikationen und Web(inter)aktionen, 
mit einfachen Worten auf populärwissenschaftlicher Ebene. 
   
 Das Internet wurde in dieser Zeit zur Selbstverständlichkeit. 
Die ersten Breitbandverbindungen und spätestens das Web 2.0 
fungierten als starke virale Treiber. 
Der Begriff "Komplexität" wurde rasch übernommen, und verkam ebenso rasch, 
wie fast alle wertvollen Management-Konzepte, zum Buzzwort. 
Während gerade noch fast kein Mensch von Komplexität gesprochen hatte, 
wuchsen nun Komplexitätsexperten wie die Pilze aus dem Boden.
 Das Thema und die Angebote dazu wuchsen exponentiell an. 
   
 In diesem Jahrzehnt war für Pruckner daher nur noch eine Frage zu klären: 
Kann es jemals gelingen, Management zu einem standardisierten Beruf zu machen, 
der auf einer soliden Wissenschaft und standardisierten Lehre basiert und 
einer entsprechenden Forschung und Entwicklung? Und wenn ja, wie? 
   
 2009 war für sie klar: Diese Vision würde wohl eine bleiben, 
die bestenfalls erst nachfolgende Generationen verwirklichen würden, 
wenn es dann nicht zu spät wäre. Denn: 

Ab 2004 
Entropie und die Komplexitätsfalle

 Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Maria Pruckner zahlreiche Systemstudien,
Selbstversuche und kontrollierte Experimente gemacht,
um genug Klarheit über das Phänomen der informativen Entropie
in der Gesellschaft zu bekommen -
über den zunehmenden Informationsmangel bis zum Chaos und
der totalen Auflösung von Unterschieden.

Was damals noch etwas utopisch anmutete,
ist heute mit Fake-News, Cyber-Mobbing und von Affektinkontinenz getriebenen Postings
mit all ihren kritischen bis fatalen Folgen trauriger Alltag.
   
 Viele, viele Jahre verbrachte Maria Pruckner viele Stunden in Theatern,
um die kybernetischen Phänomene in ihren konkretesten Erscheinungsformen zu studieren,
weil hier die Verwirklichung von Vorstellungen und
die Interaktion zwischen Anbietern und Abnehmern am besten beobachtet werden können.
In zahlreichen eigenen und anderen Internetforen
sowie anhand mehrerer jahrelang geführter Blogs beobachtete sie die gängigen Denkmuster,
deren Wandel und das Entstehen von Missverständnissen
 über systemwissenschaftliche Inhalte.

Anhand aufwändiger Pilotprojekte in den verschiedensten Branchen und Bereichen
testete sie ihre Modelle, Strategien und Methoden.
Die Ergebnisse all dieser Studien publizierte sie vorübergehend im Web,
manche davon auf Dauer in Büchern, um die Reaktionen zu beobachten.
   
 2005 publiziert Pruckner ihr bewusst hässlich gestaltetes Buch DIE KOMPLEXITÄTSFALLE. Denn zumal immer mehr auf die Optik und immer weniger auf die Inhalte reagiert wird, konnte sie so sicherstellen, die wertvollen Reaktionen jener Leser zu gewinnen,
welche sich auf den Inhalt konzentrieren konnten.

Auch hier wurde der Titel "Komplexitätsfalle" wurde als Schlagwort breit übernommen,
und die Aussage dahinter bis auf wenige Ausnahmen ignoriert oder missverstanden.
Kaum war dieses Buch publiziert,
wurden von anderen die ersten Seminare über die Komplexitätsfalle angeboten.
Sie selbst hat zwei Jahre länger gebraucht, um ein wirksames Seminar zu geben.
Heute werden die Muster und Warnungen, die Pruckner in ihrem Buch
DIE KOMPLEXITÄTSFALLE beschrieben hat, in vielen anerkannten Publikationen bestätigt.
   
 Heute bestätigt sich vor allem auch das Phänomen der Entropie:
Durch ungelösten Informationsmangel
entsteht immer mehr ungelöster Informationsmangel.
Nicht das Daten- und Signalangebot sorgt für eine ausreichende Informationslage,
sondern ob und wie es verarbeitet wird.
Alles steht und fällt mit der Lernbereitschaft und Lernfähigkeit.

Mit dem Prinzip fake it till you make it erreicht man weder das eine noch das andere. 
Das Geistige lässt sich nicht faken, aber Dumme lassen sich leicht täuschen. 
Doch mit Fakes und Täuschungen kommt kein Unternehmen, 
keine Wirtschaft und keine Gesellschaft voran. 

Ab 2006 
Management im Kopf

 Zweifellos komme es mit zunehmender Komplexität und Dynamik mehr und mehr darauf an, was Problemlöser und Manager spontan in ihrem Kopf abrufen können, 
und zwar auch noch unter Stress. 
Auch diese grundlegende Erfahrung hatte Maria Pruckner 
aus ihren Klinikjahren mitgenommen. 
   
 Gelungenes Management beginne mit einem Management im Kopf, 
das auf das professionelle 
Erkennen von entscheidenden Mustern und Wirkprinzipien ausgelegt ist. 
Pruckner kehrte von nach ihrer intensiven Auseinandersetzung 
mit der St. Galler General Managementlehre zur puren Kybernetik zurück.
Diese nämlich sei die einzige Managementlehre, die sie bisher kennengelernt habe, 
die immer und überall funktioniere, nämlich auch dort, 
wo es viel zu wenig Zeit und Information gibt und dort wo nichts mehr klappt. 
   
 Mit kompakten Modellen könne man komplexe Verhältnisse 
auch unter hohem Stress noch geistig erfassen und verarbeiten. 
Auch diese Erfahrung hatte sie aus der Medizin mitgenommen.
Durch das Arbeiten mit übersichtlichen validen Modellen
 werde verlässliches Wissen zur sicheren Intuition, 
die einem auch in extrem fordernden Situationen professionell handeln lasse. 
Das sei nichts Neues, in allen Blaulicht-Berufen und auch beim Militär selbstverständlich. Pruckner ging wie schon so oft in eine radikale Klausur. 
Kein Kontakt mit irgendwem, 
nur ihr Gehirn mit ihrem Gehirn und ihre Hände mit Papier, Stiften und dem Computer. cc

Ab 2010 
KyPendium und erste Schüler

 In ihrer Klinikzeit hatte Maria Prukner, wie die meisten Fachkräfte, 
ein kleines Notizbüchlein mit Index bei sich, in das sie alle wichtigen Hinweise eintrugen, 
die für bestimmte Situationen, Methoden oder Aufgaben wichtig waren, 
die neu waren oder nicht täglich vorkamen, also leicht vergessen werden konnten. 
Es waren Management-Systeme für die Brusttasche. 
   
 Beim Anblick der vielen dicken Ordner, 
die sie aus ihren Managementausbildungen und -seminaren mitbekommen hatte, 
musste sie sich nicht wundern, 
weshalb sich so wenig aus der soliden Managementtheorie in der Praxis etablierte. 
Ein integriertes Managementsystem für die Brusttasche musste her. 
   
 Maria Pruckner entwickelte mit KyPendium 
das erste und ihres Wissens bislang einzige kybernetische Managementsystem, 
das sich auf die gesetzmäßigen Vorgänge 
des Gewinnens und Verarbeitens von Information 
in lebenden, sozialen und digitalen Systemen konzentriert.
Es zeigt mit Modellen jene Parameter in Systemen und deren Organisation, 
an denen Veränderungen und auch die kleinsten Engpässe entstehen, 
die jedoch zu den größten Problemen führen können.
Es zeigt mit anderen Worten, worauf es für den Erfolg immer und überall ankommt,
und worauf entstehende Probleme und Fehler zurückzuführen sind. 
   
 Mit den Systemwissenschaften, insbesondere mit der Kybernetik und 
mit komplexen Systemen, ist es so wie mit einer Kristallkugel. 
Wenn man sie betrachtet, sieht man vor allem sich selbst und 
seine Umgebung in einem verzerrten Spiegel. 
Aber man kann nicht durch sie hindurchsehen. Man kann sich nur durch sie durchdenken. Praktisch jeder Mensch wählt dafür einen anderen Ausgangspunkt und Pfad, 
aber praktisch niemand schafft es, alles, was relevant ist, 
spontan, gleichzeitig oder in einer vorbestimmten Reihenfolge zu erfassen. 
Hier stehen nicht nur Bildungslücken, sondern auch die Natur des Gehirns,
die jeweilige Verfassung und die aktuellen Umstände im Weg. 
   
 Dass man komplexe Verhältnisse nur anhand von Modellen ausreichend erfassen kann, 
weiß man seit Anbeginn der Kybernetik. 
Was diese Wissenschaft nicht geliefert hat, war, 
wie man anderen die Kybernetik außerhalb der Technik so unterrichten kann, 
dass sie diese richtig interpretieren und 
erfolgreich auf ihre eigenen Aufgaben und Probleme anwenden können. 
Um diese Frage zu lösen, entwickelte Maria Pruckner mit 
KyPendium das erste integrierte kybernetische Managementsystem 
zum treffsicheren Beurteilen und Lösen von Aufgaben und Problemen, 
Designen intelligenter Systeme und nachhaltiger Lösungen 
sowie zum Managen und Führen in Systemen. 
   
 KyPendium besteht aus einem Kompendium, 
das in einzelnen Modulen die entscheidenden Erkenntnisse, Prinzipien und Fragestellungen der Kybernetik als Mini-Bibliothek für die Jackentasche bereitstellt. 
Diese Module sind untereinander sowie 
mit den Parametern ihrer universell gültigen kybernetischen Modelle vernetzt. 
Diese Modelle bilden die allgegenwärtigen Wirkgefüge ab, 
die für das Gelingen, Misslingen sowie 
die Lern- und Lebensfähigkeit von Systemen verantwortlich sind. 
Sie zeigen die Situationen der Praxis aus der Perspektive unterschiedlicher Schwerpunkte. Ihre Parameter stehen für jene immer und überall vorhandenen 
Phänomene der Steuerung und Regulierung von Systemen. 
   
 Das entscheidende Wissen, auf das es ankommt, 
lässt sich als Text auf der Doppelseite einer großformatigen Tageszeitung abdrucken. Wirksam wird der Text aber erst 
durch seine topographische Organisation in den Modulen und Modellen. 
Denn das Erfassen und Verstehen von Sprache 
funktioniert genauso wie die Orientierung im Raum. 
Durch die systemadäquate räumliche Anordnung der entscheidenden Inhalte 
wurde KyPendium zu einem höchst schlagkräftigen Werkzeug. 

Nur ein Problem kann auch KyPendium nicht lösen: unzureichende Bildung. 
Aber es kann Bildungslücken deutlich machen und so helfen, sie zu schließen.
Denn das Problemlösen und Managen verlangt nach fundiertem Wissen 
aus vielen verschiedenen Fachgebieten, und ein belastbares Verständnis von Wissenschaft. 
   
 Bis 2014 entwickelte Maria Pruckner mit SYSTEM<->COACHING 
ein strikt anwendungsorientiertes Training ON THE JOB & ON DEMAND, 
in dem sie seither ihren Schülern das richtige Interpretieren von KyPendium, 
beurteilen ihrer Beobachtungen sowie das erfolgreiche Entwickeln und Umsetzen nachhaltiger kybernetischer Lösungen beibringt. 

Alle jene Schüler, die dieses Training ernst genug genommen haben, 
kennen die typischen Probleme im Umgang mit komplex-dynamischen Angelegenheiten heute sehr genau, haben sie selbst aber nicht mehr. 
Sie können nicht nur sich selbst, sondern auch anderen wirksam helfen, 
schwierige Situationen und Probleme souverän zu meistern. 

Ab 2015
 Was als logische Konsequenz 
nach "Management" kommt

 2014 publiziert Maria Pruckner die ersten beiden Bücher
ihrer Reihe KOMPLEXITÄT IM MANAGEMENT,
um ihren Schülern für die Zeit vor, während und nach ihres Trainings
ein zusätzliches detaillierteres Denkwerkzeug an die Hand zu geben.
Beim Verfassen des geplanten dritten Bandes stellt sich heraus:
Diese Inhalte werden am besten in eine Software geschrieben.
Dann nämlich erklären sie sich von selbst.
   
Was klar genug durchdacht ist,
lässt sich kompakt und verständlich formulieren und vor allem programmieren.
Die Architektur und Inhalte ihres Ansatzes sind vollendet und bekommen den Namen InForMent.
Mehr darüber finden Sie auf dieser Website.
   
Aber weshalb kommt Maria Pruckner damit nicht breit auf den Markt? 
Nun, aus kybernetischen Gründen. 
Es hilft nichts, wenn die einen der Zukunft zu weit voraus sind und 
die anderen der Gegenwart zu weit hinterherhinken. 
Maria Pruckner wartet auf einen Systemzustand, der ihr diesen Schritt erlaubt. 
Bis dahin bleibt InForMent eine Basis für Insider. 

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