Meine Expertise:
Probleme und Chancen durch Komplexität
rasch richtig erkennen und erfolgreich nutzen
Kybernetik und Management
Um deutlich zu machen, warum es so wichtig ist, als Mitglied einer Wissensgesellschaft über Komplexität und Kybernetik das Wichtigste zu wissen, schildere ich meine Expertise anhand meiner eigenen Lerngeschichte.
Man kann zuerst Theorien lernen und sich dann Aufgaben und Probleme suchen, um sie anzuwenden. Das ist der klassische Weg vieler beruflicher Laufbahnen. Im Umgang mit komplexen Umständen liegt darin aber eine ganz besonders große Gefahr, auf die ein chinesisches Sprichwort so pointiert wie kein anderes hinweist: Wer nur einen Hammer besitzt, wird in allen Problemen nur Nägel erkennen.
Komplexes liefert ungeheuer viel Interpretationsstoff. Man kann sich ungeheuer viel denken und das kann ungeheuer plausibel erscheinen, aber ungeheuer falsch sein und ungeheuerliche Probleme auslösen.

Meine eigene Lerngeschichte ist ursprünglich durch meine langjährige Arbeit an verschiedenen Kliniken für medizinische Standard- und Höchstleistungen geprägt. In diesem Umfeld lernt man sehr schnell, welche Bedeutung Wissen hat und wie gefährlich Halb- und Unwissen ist, ja wie tödlich es sein kann. Ebenso schnell lernt man, dass die wahren Probleme komplexer Angelegenheiten so gut wie nie auf der sinnlich wahrnehmbaren Ebene liegen. Man erkennt sie nur durch geistige Arbeit, Kommunikation und Interaktion. Man muss handeln, um zu erkennen, was los ist und funktioniert. Das erkennt man umso besser, je besser die Theorie ist, auf die man sich dabei stützt.

Nirgendwo besser als an Kliniken lernt man auch, wie leicht und unbemerkt zu hohe Komplexität überfordern kann und welche Fehlleistungen unter Stress vom Gehirn ausgehen und passieren. Die Folgen finden sich dann in Schlagzeilen und erschütternden Berichten über die misslungene oder tödliche Behandlung von Patienten. Was nicht bewusst ist, ist, wie enorm hoch die Komplexität in Kliniken ist und wie professionell sie seit mindestens eineinhalb Jahrhunderten bis auf wenige Ausnahmen bewältigt wird. Dramatische Störfälle bestätigen nur die folgende kybernetische Regel, die genauso wenig bewusst ist: Systeme werden umso störanfälliger, je komplexer sie sind und je schlechter sie organisiert sind.

Die wichtigste Erfahrung aus meinen Klinikjahren ist, dass Sicherheit, jedes Gelingen und jeder große Erfolg von der realistischen Lagebeurteilung, richtigen Diagnose und Prognose abhängen, weil man nur daraus den richtigen Behandlungspfad ableiten kann. Die allerwichtigste Erfahrung ist jedoch, dass dies in kürzester Zeit, ja oft schlagartig geschehen muss. Das funktioniert nur, wenn man sich auf das reale Problem des Patienten konzentriert und erst dann nach der richtigen Theorie sucht. Tut man das nicht, läuft man Gefahr, nur Krankheiten zu “erkennen”, die in das eigene Fachgebiet fallen, die der Patient aber nicht hat und daher nicht gesünder oder gar kranker wird.

Eine mindestens so wichtige Erfahrung ist, dass man dem Spezialwissen von Kollegen aus anderen Fachgebieten vertrauen lernen und dass man sich von ihnen führen lassen muss. Warum das so sein muss, erklären die Grundlagen der Kybernetik, weil sie die Probleme des Menschen mit zu hoher Komplexität erforscht hat und die Eigendynamik, durch die alle komplexen Systeme funktionieren. Sie funktionieren durch die Informationen, die in ihnen wirken, indem sie unterschiedliche Steuerungs- und Regulierungsfunktionen ausüben.
Man kann sagen, was die Medizin speziell für den komplexen menschlichen Organismus ist, ist die Kybernetik generell für alle komplexen Systeme belebter und unbelebter Art an sich. Die folgende Abbildung zeigt die Phänomene und Zusammenhänge, um die es in der Kybernetik geht.

Ich hatte in der Medizin das Glück, ab meinem 20. Lebensjahr als Nichtakademikerin im Umfeld von herausragenden Wissenschaftlern und Forschern zu arbeiten. Sie waren mir anspruchsvolle und strenge Lehrer, weil sie es als ihre Pflicht ansahen, Menschen durch umgehendes korrigierendes Feedback vor ihren eigenen Irrtümern durch Un- und Halbwissen zu beschützen und davor, damit gar anderen zu schaden. Von ihnen habe ich gelernt, was solides wissenschaftliches Denken bedeutet und bringt und wie wichtig es für den Praxisalltag aller Lebensbereiche ist, weil sie von Komplexität geprägt sind.
Diese Erfahrung hat mich trotz und wegen meiner Selbstunsicherheit als Nichtakademikerin gezwungen, mich auch in Sachen Komplexität und Kybernetik an die führenden Forscher zu wenden. Dem Lernen von und Arbeiten mit ihnen verdanke ich die Erfahrung mit Organisations- und Kommunikationskulturen, die die vorhandene Intelligenz voll zur Wirkung kommen und wachsen lassen. Diese Erfahrung erlaubt mir, nicht nur zu glauben, sondern aus vielfacher eigener Erfahrung zu wissen, dass die kybernetischen Phänomene, die das Funktionieren komplexer Systeme bestimmen, tatsächlich durch ein bestimmtes Denken und Verhalten optimal und höchst konstruktiv zur Wirkung kommen.
Organisationskulturen, das wahrhaft Neue, Besondere und Innovative entstehen emergent, d.h. von selbst und nur durch das Zusammenhelfen von allen und allem, wie auch der Mensch von selbst entsteht und unter gesunden Umständen von selbst lebt.

Die neue Zeit ist geprägt von der Wirkung, die aus der Natur komplexer Systeme und ihrer Eigendynamik hervorgeht. Der Mensch sowie die Probleme und Aufgaben der Medizin sind dafür beispielhaft und ebenso, wie medizinische Herauforderungen effektiv bewältigt werden.
In Konsequenz verlangt die neue Zeit ein neues Arbeiten, Problemlösen und Managen. Es muss sich der Natur der hochkomplexen Systeme anpassen, die die neue Epoche ausgelöst haben. Man kann Probleme nicht mit demselben Denken lösen, aus dem sie entstanden sind. Dieser faszinierenden, aber auch enormen Herausforderung widme ich mein Leben, Lernen und Arbeiten seit 1976. Ebenso fasziniert von den Erkenntnissen, die aus der Kybernetik und ihrem Kontext stammen. Weil diese Grundlagen am besten funktionieren, um komplexe Herausforderungen richtig zu beurteilen und ihnen erfolgreich zu begegnen. Für praktische Lösungen profitiere ich zudem enorm von dem, was ich von der sowie über die Medizin und durch das Managen in Kliniken gelernt habe und lerne.

Die Kybernetik ist eine universell gültige Systemwissenschaft über die Natur und das Funktionieren von komplexen Systemen jeder Art, von Information, Kommunikation und Erkenntnis. Sie wird kurz auch als Wissenschaft von der effektiven Organisation oder Wissenschaft von der Praxis definiert. Das Modell oberhalb dieses Absatzes zeigt, auf welche Phänomene und Zusammenhänge sie sich konzentriert.
Heinz von Foerster
Eine besondere Rolle spielt dabei die wichtige Unterscheidung meines Lehrers Heinz von Foerster. Er war einer der wichtigsten Mitbegründer der Kybernetik, hat die Autoren systemwissenschaftlich orientierter Managementtheorien am stärksten beeinflusst und mich ab 1995 bis zu seinem Tod 2002 unter seine Fittiche genommen. Er erforschte die Prinzipien der Selbstorganisation und traf die Unterscheidung zwischen der Kybernetik von Systemen, die beobachtet werden und der Kybernetik von Systemen, die beobachten und hat ihre notwendige Rückkoppelung aufgezeigt. Ihre wichtigste praktische Konsequenz ist, dass es nicht nur darauf ankommt, was man beobachtet, sondern auch darauf, wie und mit welchen Mitteln, Fragen, Wissen, Grundlagen, Stimmungen, etc., man beobachtet. Heinz von Foerster nannte diese Unterscheidung Kybernetik erster und zweiter Ordnung.

Meine Lösungen und Erfolge angewandter Kybernetik im Gesundheitswesen führten mich ab 2000 zu den führenden Autoren systemischer General-Managementtheorien und der Management-Kybernetik, weil ich nicht sicher war, ob die Kybernetik selbst für das Lösen komplexer Probleme und Aufgaben und Managen in komplexen Systemen reicht. Meine Erkenntnis: Solide systemische Managementtheorien stehen für das Fachwissen der Unternehmensführung, liefern aber keine konkreten Antworten für das effektivste Lösen komplexer Probleme und Aufgaben in den unzähligen Einzelsituationen jedes Tages, die jedoch den Erfolg letztlich bestimmen.

Meine Erfahrung mit effektiver Komplexitätsbeherrschung ist, dass es nicht reicht, wenn Führungskräfte professionell managen. Jeder Einzelne muss komplexen Aufgaben und Problemen effektiv begegnen, und er braucht dafür wie auch für die Zusammenarbeit mit anderen das univerelle Grundlagenwissen der Kybernetik. Weil sie einem raschen, gemeinsamen und treffenden Verständnis von der Realität dient, weil es immer und überall hilft, und weil es – intelligent aufbereitet – kompakt und übersichtlich genug ist, um laufend damit an allen Anforderungen arbeiten zu können.
Meine Expertise ist somit
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die umfassende, tiefgehende Kenntnis der universell gültigen und entscheidenden Grundlagen der Kybernetik für das Lösen komplexer Aufgaben und Probleme
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das professionelle Entwickeln von sicheren kybernetischen Werkzeugen
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das Schulen und Trainieren der besten Form der Anwendung
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die umfassende wie tiefgehende Kenntnis solider systemorientierter General-Management-Theorien
Meine Erfahrung und Überzeugung ist, dass dem Einzelnen und ganzen Organisationen mehr damit geholfen ist, die Grundlagen der Kybernetik selbst zu beherrschen und anzuwenden, als damit, die Managementtheorien zu beherrschen, die auf diesen Grundlagen basieren. Damit sage ich nicht, dass Führungskräfte keine Ausbildung in solider Managementlehre brauchen. Ich sage nur, dass sie schneller und besser vorankommen, wenn sie und ihre Mitarbeiter primär die entscheidenden Grundlagen der Kybernetik beherrschen, weil sie dann erst die Aussagen der darauf basierenden Managementlehren in ihrem vollen Umfang erfassen und nutzen können.
Mein Wissen, Instrumentarium und Knowhow stehen auf der Basis von über 30 Jahren Studium und praktischer Anwendung in den unterschiedlichsten und komplexesten Aufgabengebieten der Wirtschaft und Gesellschaft. Meinen eigenen Schwerpunkt in der Managementpraxis habe ich bewusst in Managementfunktionen ohne Macht gewählt, um den Nutzen und die Wirkung angewandter Kybernetik sicher beurteilen zu können. Denn der Erfolg unter komplexen Bedingungen hängt nicht vom Ausmaß und den Möglichkeiten der Macht ab, sondern vom Ausmaß des richtigen Verstehens und Verstandenwerdens. Was ich meinen Kunden weitergebe, muss sich zuvor auch in den schwierigsten Anwendungen lange genug und immer verlässlich bewährt haben, weil sie sich auf ihre formelle und informelle Macht nicht verlassen können.

Die schwierigste Frage auf meinem Weg war, wie man Anfängern und Fortgeschrittenen die Grundlagen, Werkzeuge und ihre professionelle Anwendung am schnellsten, sichersten, kostengünstigsten vermitteln kann. Daraus ist nach langwieriger und extrem fordernder Entwicklungsarbeit Anfang 2010 das Konzept und Werkzeug von KyPendium entstanden.
Vita
Non-lineare Entwicklung
Kybernetik und Management-Kybernetik
Ausbildung in Kybernetik und Systemwissenschaften nach jahrzehntelangem Selbststudium von 1996 – 2002 bei einem der wichtigsten Mitbegründer der Kybernetik: Prof. Dr. Heinz von Foerster. Qualifikation in angewandter Management-Kybernetik: Ab 2000 – 2008 Zusammenarbeit mit und Arbeit für den Begründer der Management-Kybernetik Prof. Dr. Stafford Beer und seinen Kooperationspartner Prof. Dr. Fredmund Malik. Viele Pionierprojekte im Gesundheits–, Informations- und Kommunikationsbereich.
Linearer Lebenslauf
“Komplexe Probleme müssen mit ebenso komplexen Mitteln gelöst werden.” Ashbys Law
Der Anfang: 1976 bis 1980 auszubildende, ab 1980 Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester. Turnusdienst und leitende Funktionen.
Bis 1992 gezielte Walz durch alle Kategorien von Kliniken und viele verschiedene Fachbereiche. Umsetzung offizieller und inoffizieller Pionier-Projekte, z.B. Krankenhauskabarett in den 1970ern, Mitaufbau der ersten Aidsstation in Österreich, Anfänge patientenzentrierter Organisation.
Gleichzeitig ab 1976 intensive Auseinandersetzung mit Kybernetik, Systemtheorie, Information, Kommunikation, Konstruktivismus und Management.
Ab 1992 als Organisationsberaterin und Systementwicklerin in den Bereichen Krankenhausorganisation, Patientendokumentation, edv- und papiergestützte KrankenhausInformationssysteme, Patientenzentrierte Organisation, Gesundheitsreform, Patientenanwaltschaften, Patienteninformation, Bürgerservice, Gesundheits-, Sozial- und Gesellschaftspolitik in einem führenden Unternehmen für Krankenhausorganisationssysteme tätig.
Seit 1995 als Einpersonenunternehmen selbständig und für unterschiedlichste Kunden, Branchen und Bereiche aktiv.
2006 – 2009 nach 30 Jahren Arbeit mit der Kybernetik umfassende und tiefstgreifende Systemstudien über die Hindernisse beim Erlernen der entscheidenden Grundlagen der Kybernetik und ihrer praktischen Anwendung.
2010 Entwicklung von KyPendium und der Ersten Kybernetischen System-Klinik als Konsequenz der Erfahrungen und Evaluierungsergebnisse aus 34 Jahren praktischer und theoretischer Auseinandersetzung.



